Im Vorfeld des am Montag beginnenden G8-Gipfels im japanischen Toyako hat Bundeskanzlerin Angela Merkel sich zufrieden darüber geäußert, dass auch über Möglichkeiten zur Eindämmung des Preisanstiegs bei Lebensmitteln beraten werden soll. Sie hoffe zudem, dass es eine gemeinsame Verpflichtung zum Klimaschutz geben werde.
Der Präsident der deutschen Sektion des Club of Rome, Max Schön, mahnte Klimaschutz auch aus ökonomischen Gründen an. Es sei volkswirtschaftlich viel günstiger, jetzt die entscheidenden Vermeidungsstrategien anzupacken, als später die Reparaturzeche zu zahlen, sagte Schön.
Deutschlandradio Kultur • Interview
Der Klimawandel wird im wesentlichen durch die naturwissenschaftliche Brille betrachtet. Das bemängelte der Politikwissenschaftler Claus Leggewie mit Blick auf den G8-Gipfel. Die sogenannte Naturkatastrophe werde zunehmend auch zu einer sozialen Frage.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück lehnt weiterhin Steuersenkungen ab. Solange der Haushalt nicht ausgeglichen sei, könne man den Menschen keine Steuererleichterungen versprechen, sagte der SPD-Politiker.
Die Diskussion in der SPD um den möglichen Kanzlerkandidaten geht ungeachtet der Bemühungen von Parteichef Kurt Beck weiter. Der Vorsitzende der bayerischen SPD-Landtagsfraktion, Franz Maget, sprach sich für eine Doppelspitze aus. Bereits heute habe die Partei mit Beck als Vorsitzendem und Frank-Walter Steinmeier als Vizekanzler ein starkes Führungs-Duo.
"Wir haben zwei gute Leute, die gemeinsam jetzt dafür sorgen müssen, dass die SPD bundesweit wieder an Ansehen zurückgewinnt", betonte Maget.
Der Sprecher des Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, forderte, dass die Sozialdemokraten sich nach der Sommerpause vernünftig aufstellen. Die Diskussion über eine mögliche Koalition mit der Links-Partei dürfe dagegen nicht überbewertet werden, so Kahrs.
Der frühere Bundesverfassungsrichter Hans Hugo Klein hat der Ansicht seines ehemaligen Kollegen Ernst Gottfried Mahrenholz widersprochen, eine vernünftige Wahlrechtsänderung wäre in 14 Tagen zu schaffen. Die einfachste Lösung sei es, das Wahlsystem zu ändern und beispielsweise ein Mehrheitswahlrecht einzuführen.
Was in der Bundesrepublik verboten ist, ist in der Schweiz erlaubt: Noch, so sollte man hinzu fügen. Nachdem Dignitas in den vergangenen Monaten bei vier Personen Heliumgas statt eines Medikaments angeboten haben soll, um Sterbewillige vom Leben in den Tod zu befördern, leitete die Staatsanwaltschaft in der Schweiz Ermittlungen ein.
Das neue Wachsfiguren-Kabinett von Madame Tussauds in Berlin kommt nicht aus den Schlagzeilen. Unmittelbar nach der Eröffnung des Museums wurde der dort ausgestellten Hitler-Figur von einem 41-jährigen Mann der Kopf abgerissen. Der Mann aus Kreuzberg sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit.
Großraumbüros haben viele Nachteile, einer davon sind die zahlreichen Ablenkungen. Klingelnde Telefone, Gespräche anderer Kollegen – all das nagt an der Konzentration. Auf der weltweit größten Akustiker-Tagung dieses Jahr in Paris war die Geräusch-Optimierung von Großraumbüros eins der spannenden Themen.
Deutschlandfunk • Forschung Aktuell
Eine schroffere Brüskierung des vaterländischen Gedankens und des militärischen Ehrbegriffs, wie sie hier der listige Leichtmatrose und subtile Reimkünstler Joachim Ringelnatz riskiert, ist kaum denkbar. Während ein Großteil der deutschen Intelligenz nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg einem falschen Soldaten- und Heroismus-Ideal huldigte, ironisierte Ringelnatz in seinem 1923 erstmals publizierten Gedicht den Typus des verarmten Kriegsheimkehrers.
Deutschlandfunk • Lyrik-Kalender
Karin Amunts, Professorin für Medizin an der Technischen Hochschule in Aachen, hat auf die Bedeutung des unterschiedlichen Aufbaus von Frauen- und Männerhirnen hingewiesen. Die Wissenschaftlerin machte darauf aufmerksam, dass bestimmte neurologische oder psychiatrische Erkrankungen Männer und Frauen unterschiedlich betreffen.
Deutschlandradio Kultur • Thema
Die deutsche Zentrumspartei galt als die treueste Hüterin der Weimarer Verfassung. Auch nach dem Ende der Monarchie 1918 sah es die älteste Partei Deutschlands als ihre Aufgabe an, sich am Aufbau des neuen Staates zu beteiligen. Aber die konservativ-konfessionelle Partei wahrte auch stets Distanz zur Demokratie. Diese Haltung wurde zum Verhängnis, als Anfang der Dreißiger die Nationalsozialisten zum Sturm auf die Republik riefen.
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Samstag, 05. Juli 2008
Im Blickpunkt stehen erneut die Geiselbefreiung in Kolumbien sowie der anhaltend hohe Ölpreis und die Folgen für die Inflation. Außerdem geht es um die Registrierung der Roma in Italien.
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