Der Weg in die Öko-Katastrophe scheint unvermeidbar. Ist er aber nicht. Davon jedenfalls sind die Autoren von "Faktor Fünf" überzeugt. Ihr Rettungsvorschlag: Der Verbrauch von lebenswichtigen Ressourcen sollte drastisch gesenkt werden, um 80 Prozent.
Selbst bei den günstigsten Prognosen werden die Malediven in 90 Jahren durch den Anstieg des Meeresspiegels untergegangen sein. Um sich dagegen zu wappnen, braucht die Inselgruppe viel Geld. Das soll durch mehr Investitionen in den Tourismus hereinkommen, sagt Präsident Mohamed Nasheed.
Den Weg von Afrikanern, die von arabischen Händlern in Richtung Osten, nach Asien, als Sklaven verschleppt wurden, haben erst wenige Sachbücher nachgezeichnet. Diese Lücke schließt der französische Anthropologe und Wirtschaftswissenschaftler Tidiane N'Diaye.
Anders als Kohlekraftwerke und Atommeiler, die rund um die Uhr laufen und damit bislang eine gleichmäßige Grundversorgung an Strom liefern, unterliegen Wind- und Sonnenenergieanlagen großen Schwankungen. Damit Ökostrom eine echte Alternative zu Kernenergie wird, suchen Forscher nach Möglichkeiten, diesen Schwankungen durch kluge Energiespeicherung entgegen zu treten.
Das Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 gehört zu den kulturellen Highlights diesen Jahres. Zwölf Monate lang trägt Essen stellvertretend für das Ruhrgebiet den Titel Kulturhauptstadt Europas. 53 Städte und Gemeinden bieten Kunst, Theater, Tanz und Vieles mehr.
Deutschlandradio Kultur begleitet ein Ruhr.2010-Projekt des Schauspiels Essen. Ein Jahr lang entwerfen Jugendliche aus vier Städten in zehn "Zukunftshäusern" ihre Visionen für das Ruhrgebiet.
"Die von Unruhe erfüllte Stadt erstreckt sich über die Hügel: ein Gewirr von Sprachen und Berührungen. Ein Strudel aus Gebeten und Bitten zerreißt die Stille des Nachmittags, Glocken, das Klagen der Chassidim, die Sirenen in den Straßen und die Rufe der Händler durchschneiden die Viertel."
Klangkunst · 12.03.2010 · 00:05
Lang vorbei ist die Zeit, in der die Kriminalromane in der zweiten Reihe der Bücherregale verschwanden. Von den Randbereichen der Belletristik entwickeln sich Krimis zur deren finanzieller Stütze. Doch die Vermarktung ist schwierig, die Orientierung an den Bildmedien oft übermächtig.
Literatur · 14.03.2010 · 00:05
Mick wohnt gegenüber von Sammi. Die Kinder sind beste Freunde und machen jeden Mist zusammen, am liebsten aber Holzschwertkämpfe im Wald. Doch sie sind "Wendekinder", geboren in Umbruch-Landschaften, in die Riesensupermärkte wie Symbole des anderen Systems Einzug halten. Die Arbeit fehlt und die Erwachsenen sind zunehmend überfordert.
Freispiel · 15.03.2010 · 00:05
Zoj Werstein ist Vater, Anarchist, Roma und begeisterter Wittgenstein-Fan. So ist es eine Geste großer Sympathie, dass er seiner Krankenhaus-Bekanntschaft Liliane ein Buch seines Lieblingsphilosophen "Witt" mit vielen persönlichen Anmerkungen leiht. Als Liliane einfach mit dem Buch verschwindet, sucht Zoj in ganz Nizza nach der jungen Frau.
Kriminalhörspiel · 15.03.2010 · 21:33
Huckleberry Finn und der alte Negersklave Jim, den alle für Hucks
Fulda ist eine Stadt mit großer Geschichte und barocker Baukunst. Zugleich ist Fulda eine Kultur- und Kongressstadt, die folgerichtig ein neues Kultur- und Kongresszentrum besitzt. Nicht zuletzt ist Fulda eine von Mittelgebirgen eingebettet Stadt im Grünen mit etwa 64.000 Einwohnern.
Deutschlandrundfahrt · 20.03.2010 · 15:05
"Krankheit der Jugend" spielt zur Zeit der Weimarer Republik, noch unter dem Einfluss des Ersten Weltkriegs. Eine kleine Wiener Pension ist der Handlungsort. Die Jugend, bei Bruckner lebensgierige junge Studenten, Bedienstete, Möchtegernkünstler, sucht nach Orientierung in gesellschaftlicher Hinsicht wie im Privaten.
Es gibt zu viele
Kriminalhörspiel · 22.03.2010 · 21:33
Huck hat Jim wiedergefunden, der sich und das Floß gerettet hat. Sie treiben wieder auf dem Mississippi. Auf ihrer gefährlichen Reise geraten sie an falsche Könige und echte Betrüger. Mit den bühnenreifen Einfällen der Gauner könnte man sogar gemeinsam durchkommen.
Der Puls der Zeit vibriert. Der Newswire läuft heiß. Die Aktualität brennt. Ein Schwein hat die Grippe. Ein Rind wird wahnsinnig. Fieber via Satellit. News im Sekundentakt. Zugvögel fallen vom Himmel. Ein unaufhörlicher Strom. Von Norden ein dichtes Wolkenfeld. Das Weltgeschehen wird kanalisiert. Immer auf Draht. Reporter werden stationiert. Experten herangezogen. Schlagzeilen entworfen. Online. Druckfrisch. Sendefertig. Möglichst schnell, möglichst viel, möglichst richtig.
Mailand, mitten im "Wirtschaftswunder" der 60er-Jahre. Weil er Sterbehilfe geleistet hat, ist Duca Lamberti verurteilt worden und darf nicht mehr als Arzt arbeiten. Aus der Haft entlassen, nimmt er den Job an, den Kommissar Càrrua ihm vermittelt: Er soll Davide, den Sohn eines Industriellen, vom Alkohol wegbringen.
Kriminalhörspiel · 29.03.2010 · 21:33
Seine Musik hält keine einfachen Antworten bereit. Sie pendelt zwischen Extremen. Ihre Basis ist die Musikgeschichte, die Zappa als Reservatenkammer verstanden hat, als großes glitzerndes Museum abgelebter Ausdrucksmittel, die er aufgriff und ständig neu bearbeitete wie niemand vor ihm.
Unser unbekanntes Nachbarland Polen gilt westeuropäischen Liberalen vor allem als Zentrum eines restaurativen Katholizismus. Aber, selbst wenn man den Massenprozessionen oder dem pauschal organisierten religiösen Bustourismus fern steht, kann man sich nur schwer der Sogwirkung einzigartiger Soundscapes entziehen: Ganze Landstriche werden mit archaischen Lautsprechersystemen zur Übertragung von Gottesdiensten überzogen, während Tausende von Pilgern leise Gebete murmeln.
Klangkunst · 02.04.2010 · 00:00
Einerseits ist Cuxhaven eine ganz normale Kreisstadt. Rund 50.000 Einwohner, gelegen an der Elbmündung im nördlichsten Zipfel Niedersachsens. Andererseits ist Cuxhaven Deutschlands größter Kurort. Über drei Millionen Gäste kommen jedes Jahr, was den Tourismus zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor macht.
Deutschlandrundfahrt · 03.04.2010 · 15:05
Im Frühjahr 1888 begegnen sich Mark Twain und Robert Louis Stevenson auf einer Parkbank am Washington Square in New York und fabulieren, welche Abenteuer Huckleberry Finn und Tom Sawyer wohl auf einer Weltreise erleben würden. Sieben Jahre später muss der sechzigjährige Twain selber eine Weltreise antreten, um nach einem Bankrott die Forderungen seiner Gläubiger bezahlen zu können.
Literatur · 04.04.2010 · 00:05
Stirbt ein Angehöriger, sind die Hinterbliebenen meist überfordert und beauftragen Institutionen, den Verstorbenen pietätvoll aus der Welt zu schaffen - im deutschsprachigen Raum eine eher stille Angelegenheit mit perfekter Organisation.
Freispiel · 05.04.2010 · 00:00
Nicht dem religiösen Heilsgeschehen galt das Interesse Bulgakows, sondern den weltlichen Mechanismen von Macht, Intrigen, Verrat, Bespitzelung und Überwachung der Gegner. Längst ist Pilatus, der greise und kranke Statthalter Roms, nicht mehr auf dem Höhepunkt seiner Macht. Er fürchtet sich vor den Unterdrückten und ihren Führern.
Tom Sawyer und Huckleberry Finn treffen sich auf der Farm der Familie Phelbs. Gemeinsam wollen die Jungen den alten Nigger Jim befreien. Die Aktion will "mit Stil" durchgeführt werden. Tom weiß das aus Büchern wie dem "Don Kischote". Er nimmt sofort die Planung in die Hand und sorgt damit für ungeahnte Abenteuer.
Das Image des Schrebergartens ist gar nicht gut. Als letzte Bastion des deutschen Spießbürgers gilt er als muffig und gartenzwergverseucht. Schrebergärten von oben betrachtet, haben dieselbe Struktur wie Gefängnisse: ein langer Gang, Zellen nach links und rechts. Liegt man aber im Garten auf den Rücken, wölbt sich oben der blaue Himmel. Der Schrebergarten: eine Frage der Perspektive?
Drei Flüchtlingsfamilien werden auf Anordnung des Landeshauptmanns Jörg Haider 2008 aus Kärnten ausgewiesen. Der Abschiebung vorangegangen war eine Schlägerei, an der einheimische und fremde Jugendliche beteiligt waren. Auf einen vagen Verdacht hin werden drei tschetschenische Jugendliche ausgewählt und mit ihren Familien als "gewalttätige Tschetschenen" ausgewiesen.
Das sind die "Mountainbiker": Der Gynäkologe Manfred, der verheiratet und zugleich mit Freundin ausgestattet ist, und Albert, der Werbeagenturchef mit ständig wechselnder Partnerin. Die beiden strampeln sich allabendlich den Stress weg.
NRW-Ministerpräsident Rüttgers erklärte angesichts des Kulturhauptstadtjahres im Ruhrgebiet, die Region habe den Wandel geschafft: weg vom schmutzigen Industrierevier, hin zum modernen Technik- und Kulturland. Schön und gut, aber wer hat diesen Wandel geschafft? Die Politik und die Verwaltung? Oder waren es nicht vielleicht die Menschen vor Ort - trotz Politik und Verwaltung?
Länderreport · 15.03.2010 · 13:07
Soziale Netzwerke und Dating-Börsen sind zu Alltagsphänomenen im Internet geworden. Und auch wer nicht bei MySpace registriert ist, stößt per Suchmaschine auf sein digitales Profil. Die Grenze zwischen öffentlich und privat verschiebt sich - und genau das wollten die alternativen Bewegungen der 60er-Jahre, aus denen die Netzkultur hervorging.
2007 brachte Pierre Henry seine Klangkomposition "Utopia" in der Saline Royale d'Arc et Sénans zur Uraufführung. Sie war eine Hommage an den sozialutopischen Architekten Claude-Nicolas Ledoux (1736-1806).
Klangkunst · 19.03.2010 · 00:05
Im Alter von 61 Jahren flog Mister Omer Elshamy, der schwarze Barmann aus dem Berliner Restaurant "Gugelhof", nach 29 Jahren nach Hause in den Sudan. Günter Kotte hat den Literaturwissenschaftler und Politologen, der aus einer sehr wohlhabenden und angesehenen Familie stammt, auf dieser Reise begleitet.
"Die Architektur des Gehirns als Modell für komplexe Stadtstrukturen?" - Dieser Aufsatz des Hirnforschers Wolf Singer hat den Komponisten Norbert Walter Peters zu einer Überlagerung von neuronalen, urbanen und musikalischen Gestalten angeregt.
Klangkunst · 22.03.2010 · 00:05
Arusha, Tansania, Afrika: Ein Ort, an dem Tourismusbauten und Luxushotels sprießen, wie die Fliegenpilze. Daneben: Dreck, Müllhaufen, Lehmhütten, Slums. Der Osten ist reich, der Westen ist arm.
In der Newcomer Werkstatt präsentieren wir die interessantesten Einsendungen von Audio-Art-Künstlern, die noch keinen großen Namen haben. Wir fordern jeden Neuling in der Klangkunst-Szene dazu auf, Kompositionen für diese vierteljährliche Sendung einzureichen und hoffen auf viele frische Ideen.
Klangkunst · 26.03.2010 · 00:05
Paris 1940: Der berühmte Regisseur Louis Jouvet hält ein Seminar für Schauspieler ab. Es ist Molière gewidmet. Jouvet arbeitet mit einer jungen Elevin intensiv an der Rolle der Donna Elvira aus Molières "Don Juan". Claudia glaubt, mit ihrer Intelligenz die Stücksituation erfasst zu haben. Doch sie hat nur verstanden, nicht gefühlt.
Octave Mirbeau war eine
Literatur · 30.03.2010 · 19:30
Jim ist verschwunden. Huck findet heraus, dass Jim auf der Farm der Familie Phelps gefangen ist. Dort wird Huck freundlich aufgenommen, weil man ihn für Tom Sawyer hält, dessen Besuch Tante Polly angekündigt hatte.
FISCH entstand im Spätherbst 1950. Ingmar Bergmans Situation war zu diesem Zeitpunkt prekär. Er war 32 Jahre alt, hatte zwei Ehen hinter sich und war auf dem besten Weg in eine dritte. Seine finanzielle Situation konnte wegen beträchtlicher Unterhaltszahlungen getrost als Katastrophe bezeichnet werden. In dieser Situation forderte ein Produzent Ingmar Bergman auf, etwas Lustiges zu schreiben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen viele Finnen auf der Suche nach Arbeit in die Städte, andere - in ihren Sommerferien - aufs Land. Die Tradition der Landhauskultur in den Ländern des Nordens ist lang. Sie spiegelt Geschichte und die Werte unserer modernen Gesellschaft wider.
Michail Bulgakows Roman "Der Meister und Margarita" enthält eine abgeschlossene, eigenständige Erzählung. In den vier Pilatus-Kapiteln wird die Geschichte der Kreuzigung Jesu geschildert.
Auf den ersten Blick haben Fußball und Literatur wenig gemeinsam. Schließlich gilt der Ballsport eher als proletarische Disziplin, das Verfassen literarischer Werke dagegen als schöngeistige Tätigkeit. Beim zweiten Hinsehen häufen sich indes die Parallelen: die Rollenteilung zwischen Handwerkern und Genies, die Sehnsucht nach Dramatik und Transzendenz.
Nachspiel · 05.04.2010 · 17:30
Fast jeder in Europa kennt die Meldung: "Wirtschaftsflüchtlinge im Mittelmeer ertrunken." Doch keine Flucht aus Afrika beginnt in einem Boot und oft ist die Armut nicht die wahre Ursache. Die Tragödien, die jeden Tag an den Grenzen Europas stattfinden, haben Hintergründe, die mit der Sehnsucht nach einem besseren Leben nicht viel zu tun haben.
"Kleine diskrete Klänge. Gesänge, die zu zart sind, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Töne am Rande der Hörschwelle. Geräusche, die wir nicht mehr wahrnehmen, weil wir ständig von ihnen umgeben sind. Das ist das Material von 'Les petits riens'."
Klangkunst · 09.04.2010 · 00:05
Rosa Luxemburg führt uns durch Szenen ihres Lebens, die nicht so sehr von ihrem politischen Kampf erzählen, als vielmehr von ihrem lebenslangen Ringen um Glück. Für sie kann Glück nur in einer Beziehung entstehen, in der Vernunft und Gefühl keine Widersprüche sind.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
Kulturtipps - Donnerstag, 11.03.2010 - 19.20 Uhr
Sendezeit: 11.03.2010, 19:26
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, nach den Rücktritten im Beirat
Sendezeit: 11.03.2010, 19:18
Barbara Frey vor der Premiere von Shakespeares "Was ihr wollt" in Zürich
Sendezeit: 11.03.2010, 19:07
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